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In Anlehnung an die VLBI 2010-Richtlinien wurde von einem Wettzeller Planungsteam die Errichtung eines Twin-Radioteleskops vorgeschlagen, das aus zwei identischen, wechselseitig und vollautomatisch betriebenen Radioteleskopen besteht. Dadurch wird es möglich, Reparatur- und Wartungsarbeiten ohne Unterbrechung der Messreihen durchzuführen. Die Nutzung von zwei Teleskopen ist auch bei bestimmten Programmen von Vorteil, bei denen gleichzeitig zwei Objekte (Quasare oder Satelliten) oder zwei Beobachtungsnetze beobachtet werden sollen. Zudem sind auch Anordnungen denkbar, bei denen mehrere Radioteleskope zur Vergrößerung der Reflektorfläche kombiniert werden.
Der gegenüber dem RTW deutlich geringere Antennendurchmesser von 13,2 m ist ein Kompromiß aus der erforderlichen Mindestgröße von 12 m und der Forderung nach einem leichten, schnellen Teleskop, was darüber hinaus auch mit einer deutlichen Kostensenkung verbunden ist. Das Teleskop beruht auf dem ALMA-Design (Atacama Large Millimeter Array), was den Konstruktionsaufwand erheblich reduziert, wobei auf einige für die Geodäsie relevanten Aspekte besonderer Wert gelegt wurde:
- Minimaler Weglängenfehler
- Extrem hohe Steifigkeit des Reflektors, der Elevationskabine und der Azimutgabel
- Spielfreie Lagerung
- Hochauflösende Hohlwellen-Encoder
Die Form des Haupt- und Subreflektors entspricht einem Ringfokus-Design, das neben einer hohen Effizienz auch eine Verringerung der Einstrahlung von Bodenrauschen und Sonnenlicht auf das Feedhorn mit sich bringt.
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